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Skate-Anlage auf Eis gelegt: Kein Platz für Düsseldorfs Jugend

Pressemitteilung vom 16.12.2011

Die Düsseldorfer Jusos kritisieren die Entscheidung der schwarz-gelben Ratsmehrheit, den Bau einer Skate-Anlage weiter aufzuschieben.

„Das Vorgehen von CDU und FDP ist typisch“, sagt Oliver Schreiber, Vorsitzender der SPD-Nachwuchsorganisation in Düsseldorf. „Junge Menschen haben keine Lobby. Sie werden von der Politik meist nur dann wahrgenommen, wenn sie anecken, wenn sie durch die Fußgängerzone skaten oder an Bushaltestellen rumhängen.“ Viele dieser Konflikte ließen sich vermeiden, wenn man die Bedürfnisse der Jugendlichen ernst nehmen würde. „In einer Großstadt wie Düsseldorf heißt das auch: Jugendliche haben ein Recht auf ihren Platz im öffentlichen Raum“, sagt Schreiber.

„Junge Menschen brauchen Möglichkeiten, sich zu treffen – und zwar zentral, sicher, draußen und umsonst!“ Skate-Anlagen, Graffitiflächen, Bolzplätze, offene Schulhöfe und Jugendplätze müssten daher im Stadtbild selbstverständlich sein. „Es gibt zu wenig Bewusstsein dafür, dass Jugendliche Bürgerinnen und Bürger mit Ansprüchen und Rechten sind“, stellt Schreiber fest. Stattdessen würden Investitionen für Jugendliche gerne als großzügige Wohltaten oder sozialpädagogische Maßnahmen verkauft. „Oder sie werden wie die Skateanlage gar nicht erst umgesetzt“, so der Juso-Chef weiter. „Es reicht nicht, junge Menschen mit warmen Worten auf die Zukunft zu vertrösten. Jugend findet im Hier und Jetzt statt und hat Ansprüche. Das muss Politik begreifen.“