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Moria evakuieren, sichere Häfen schaffen!

Moria brennt. 12 600 Menschen sitzen zwischen Flammen fest. Europa sieht zu. Deshalb waren wir am 10. September mit einem breiten gesellschaftlichen Bündnis mit 1000 Demonstrierenden vor dem Landtag, um für die Aufnahme der Geflüchteten aus Moria zu demonstrieren.

Das Versagen Europas in der Geflüchtetenpolitik hat sich selten so deutlich gezeigt wie dieser Tage. Das Geflüchtetenlager Moria auf der griechischen Insel Lesbos ist abgebrannt. In der EU sind Diskussionen ausgebrochen, welches Land wie viele der in Lebensgefahr schwebenden Geflüchteten aufnimmt. Dabei hat die EU die schlimmen Zustände auf Moria selbst mit herbeigeführt. In Moria leben derzeit 12 600 Menschen, die durch Krieg und Verwüstungen aus ihrer Heimat vertrieben worden sind. Das Lager hat eigentlich nur Platz für 2 800 Menschen. Die Auswirkungen sehen wir regelmäßig in den Medien: Leben auf engstem Raum, in menschenunwürdigen Bedingungen. Das Feuer nimmt den Menschen dort das letzte bisschen Hoffnung. Inzwischen instrumentalisieren Rechte die Geschehnisse: den Geflüchteten wird vorgeworfen, sie hätten das Feuer selbst gelegt. Und: „Deutschland kann doch nicht alle aufnehmen!“ 12 600 Menschen – das sind 0,015% der deutschen Bevölkerung. Ja, es braucht langfristig eine gesamteuropäische Lösung in der Geflüchtetenfrage. Akut geht es aber um Menschenleben.

Wir können sie aufnehmen!
Düsseldorf hat sich bereits 2018 zum sicheren Hafen erklärt. Unser Oberbürgermeister Thomas Geisel hat gestern nochmal klargemacht, dass Düsseldorf sofort bereit ist 150 Geflüchtete aufzunehmen. Doch solange die Union auf Bundesebene blockiert, sind den mehr als 150 solidarischen Kommunen in Deutschland die Hände gebunden! Damit muss Schluss sein!
Wir fordern Seehofer und die Union auf, endlich zu handeln! Es ist unsere Verantwortung diese Menschen aufzunehmen. Moria evakuieren. Jetzt. #jetztevakuieren

Junge Sozialisten in der SPD