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Weltfrauentag: Gleichberechtigung #NichtNurHeute

Der 8. März ist Internationaler Frauenkampftag – Ein Tag, an dem weltweit für mehr Gleichberechtigung und gegen Diskriminierung von Frauen gekämpft wird. Aber der 8. März ist nur ein Tag von 365 im Jahr, an denen wir uns der strukturelle Benachteiligung und Diskriminierung von Frauen widersetzen müssen.

Die Corona-Krise zeigt eindrucksvoll, dass es vor allem Frauen sind, die bei uns in Deutschland systemrelevante Berufe ausüben, aber eben auch besonders stark von den Auswirkungen der Pandemie betroffen sind. Laut einer Studie der Hans-Böckler-Stiftung ist die durchschnittliche Erwerbsarbeitszeit von Frauen im Zuge der Coronakrise stärker gesunken als die von Männern – von fünf Stunden Differenz vor der Pandemie auf sechs Stunden im Herbst 2020. Eine Ursache dafür ist, dass vor allem Frauen Sorgearbeit in der Pandemie übernehmen, z. B. die Betreuung der eigenen Kinder. So gaben im November 2020 66 Prozent der befragten erwerbstätigen Frauen mit Kind, die in einer Partnerschaft lebten, an, den größeren Teil der Kinderbetreuung zu übernehmen.

Der dahintersteckende Mechanismus ist das geringere Einkommen der Frauen – für die Familie ist es weniger schlimm, wenn die Frau ihren schlechter bezahlten Job reduziert oder aufgibt.

Die zusätzliche Zeit zuhause birgt für viele Frauen ein weiteres Problem: häusliche Gewalt. Etwa jede vierte Frau wird in ihrem Leben einmal Opfer körperlicher oder sexueller Gewalt durch den Partner. So wurden 2019 insgesamt 141.792 Menschen Opfer von Partnerschaftsgewalt, davon waren 115.000 Opfer weiblich. Durch die Pandemie und die vielen Stunden zuhause könnte sich diese Gefahr für Frauen noch verschlimmern.

Außerdem sind die überwältigende Mehrheit der Beschäftigten in Pflegeberufen mit direktem Patient*innenkontakt Frauen – ganze 76%! Das heißt: Frauen leisten nicht nur den Großteil der Mammutaufgabe in der Versorgung von (Corona-)Patient*innen, sie sind zusätzlich häufiger dem Risiko einer Ansteckung ausgesetzt.

 

Für uns ist klar: Die strukturelle Benachteiligung und Diskriminierung von Frauen muss endlich beendet werden – das zeigt nicht zuletzt die Corona-Krise: Frauen übernehmen den Großteil der systemrelevanten Arbeit in der Pandemie.

Frauen verdienen gleiche Löhne für gleiche Arbeit, echten Schutz vor Gewalttaten und echte Selbstbestimmung – jetzt! #whoruntheworldgirls #nichtnurheute

Zur Studie Hans-Böckler-Stiftung: https://www.boeckler.de
Zu den Zahlen zu Gewalt gegen Frauen: https://www.bmfsfj.de
Zu den Zahlen zu Frauen in Pflegeberufen: https://www.destatis.de

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